Dienstag, 18. August 2015

[Rezension] Der tiefe Fall der Cecelia Price

Titel: Der tiefe Fall der Cecelia Price 
Originaltitel: Der tiefe Fall der Cecelia Price
Autor: Kelly Fiore
Verlag: Coppenrath
Einband: Broschierte Ausgabe
Preis: 14,95€ (D) 
Seitenanzahl: 320
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Inhalt

Notrufzentrale: Sie haben den Notruf gewählt. Was ist vorgefallen?
Anruferin: Mein … mein Bruder ist tot. 
Notrufzentrale: Tut mir leid, sagten Sie gerade, Ihr Bruder sei tot? 
Anruferin: Ja. Er ist … er ist im Keller. Er atmet nicht mehr. 
Notrufzentrale: Wie ist das passiert? War er verletzt? 
Anruferin: Er … Ich … Es ist meine Schuld. Ich habe das getan. Ich habe das getan.

 Nachdem Cecelia den Notruf abgesetzt hat, schweigt sie. In der U-Haft wartet sie auf ihren Prozess, doch sie will mit niemanden über das, was passiert ist, sprechen. Darüber, dass ihr Bruder ein Junkie war und ihr Leben versaut hat. Oder darüber, wie schuldig sie sich fühlt. Aber nur Cecelia weiß, was an jenem Tag wirklich geschah …

Meine Meinung

In "Der tiefe Fall der Cecelia Price" geht es um das Leben von Cecelia, genannt CeCe, welches wirklich nicht gut verläuft. Ihre Mutter starb an Krebs, ihr Vater ist komplett überfordert und ihr Bruder ist drogensüchtig und gibt das letzte bisschen Geld, das die Familie zusammenkratzen kann, für seine Drogensucht aus.

Mit Cecelia wurde ich nicht so ganz warm. Sie ist sowas von naiv und ich konnte viele ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen, vor allem aber nicht, warum sie sich niemandem anvertraut, um ihrem Bruder zu helfen. Ihre Naivität stand für mich im kompletten Gegensatz dazu, dass sie sehr gute Ergebnisse in der Schule erzielt und somit eigentlich sehr intelligent sein müsste.

Die Geschichte wechselt immer zwischen der Gegenwart und den Ereignissen etwa zwei Monate zuvor. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, da man so nach und nach dahinter kommt, was es mit dem Tod von Cecelias Bruder auf sich hat.

Die Handlung war teilweise spannend, zog sich aber an einigen Stellen etwas und war teilweise auch etwas vorhersehbar.

Ich fand es sehr gut, dass in diesem Buch das ernste Thema Drogensucht angesprochen wurde, da es gerade heutzutage wichtig ist, Jugendlichen die Augen zu öffnen und ihnen zu zeigen, in was für eine Gefahr sie sich bringen, wenn sie Drogen konsumieren. Auch die Schuldfrage ist hier sehr interessant, da es dem Leser letztendlich selbst überlassen bleibt, wem er die Schuld gibt und man gut darüber diskutieren kann. Das Buch wäre meiner Meinung nach auch gut als Schullektüre geeignet.

Insgesamt hat mir dieses Buch ganz gut gefallen, da es ein sehr wichtiges Thema behandelt. Allerdings hat mir Cecelia durch ihr naives Verhalten das lesen etwas erschwert und auch die Handlung hätte an manchen Stellen etwas spannender sein können. Dennoch ist es ein lesenswertes Buch, über das man auch sehr gut diskutieren kann.

Bewertung

3,5/5 Punkten

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