Sonntag, 15. Februar 2015

[Rezension] Der Tag, an dem ich starb

Titel: Der Tag, an dem ich starb
Originaltitel: The Knife That Killed Me
Autor: Anthony McGowan
Verlag: Ravensburger
Einband: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,95€ (D)
Seitenanzahl: 256





Inhalt

An Pauls Schule regiert der Terror. Und der Terror hat einen Namen: Roth. Er und seine Gang brutaler Schläger demütigen, erpressen, prügeln - ihr Hass ist schier grenzenlos. Angst kennen sie nicht, aber sie können sie wittern wie Raubtiere. Auch Paul hat Angst, große Angst, und er kann nur hoffen, dass Roths Killerinstinkt dieses eine Mal versagt.

Meine Meinung

An Pauls Schule geht es ziemlich krass zu. Sowohl die Lehrer haben es auf bestimmte Schüler abgesehen als auch die Schüler, vor allem Roth und seine Gang, die ihren Mitschülern das Leben zur Hölle machen. Dabei wird nicht "nur" gemobbt, sondern es kommt auch zu Erpressungen und Gewalt.

Der Roman schockt ziemlich, da einem vor Augen geführt wird, wie brutal es teilweise an Schulen zugeht. Der Autor schafft es, den brutalen Schulalltag glaubwürdig darzustellen. 

Der Protagonist Paul hat es wirklich nicht leid. Er hält als Zielscheibe für Roth und seine Gang her und kann nichts unternehmen, um es zu stoppen. Ich hatte oft wirklich Mitleid mit ihm und konnte nicht verstehen, wie Leute wie Roth so brutal und kalt sein können, einem Menschen so schreckliche Dinge anzutun.

"Denn ihr müsst wissen, dass die grausamen Götter mächtiger sind als die gütigen und dass es am Ende immer sie sind, die den Sieg davontragen." (S. 250)

In diesem Roman wird auch sehr kritisch mit den Reaktionen der Lehrern umgegangen. Die Lehrer bekommen mit, dass einem Schüler so etwas angetan wird, aber sie tun so, als ginge es sie nichts an und schauen bewusst weg. Das hat mich wirklich geschockt, aber ich weiß, dass es die Wahrheit ist, da ich selbst auch solche Lehrer kenne. Im Buch gibt es sogar Lehrer, die es selbst auf die Schüler abgesehen haben und Spaß daran habe, diese vor der Klasse zu demütigen.

Die Handlung an sich war teilweise sehr erschreckend, aber es fehlte an Spannung. Gerade gegen Mitte des Romans nimmt die Spannung ziemlich ab und erst gegen Ende geht es wieder aufwärts. Das Ende ist allerdings wirklich gelungen.

Der Schreibstil des Autors ist wirklich flüssig und ermöglicht einem, dass Buch schnell durchlesen zu können.

Insgesamt hat mir der Roman ganz gut gefallen. Alles wird sehr glaubwürdig dargestellt und es ist teilweise wirklich schockierend. Allerdings bleibt die Spannung meistens ziemlich auf der Strecke und es wird wohl kein Buch sein, das mir lange in Erinnerung bleiben wird. Nichts desto trotz vergebe ich solide 3 Punkte.

Bewertung

3/5 Punkten

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2 Kommentare

  1. Das Buch fand ich so grauenvoll! Und zwar nicht in dem Sinn, dass es schlecht war, sondern ich fand es erschreckend, wie jemand wie Paul in so eine Lage kommt. Über dieses Buch hätte ich wahrscheinlich keine Rezension schreiben können.

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    1. Ja da hast du schon Recht, aber so schnell kann es eben manchmal gehen, und ich finde den Gedanken erschreckend, dass manche Jugendliche so grausam sein können.

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