Samstag, 7. Februar 2015

[Rezension] Dem Tode nah

Titel: Dem Tode nah
Originaltitel: Too Close to Home
Autor: Linwood Barclay
Verlag: Ullstein
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99€ (D)
Seitenanzahl: 512





Inhalt

Als die Familie seines besten Freundes verreist, versteckt sich der 17-jährige Derek im Keller, um sich im leeren Haus heimlich mit seiner Freundin zu treffen. Während er noch unter der Treppe kauert, kehrt die Familie überraschend zurück. Derek grübelt, wie er seine Anwesenheit erklären soll. Da klingelt es an der Tür. Der Vater öffnet und wird sofort niedergeschossen. Ein Killer ermordet die ganze Familie. Derek kann entkommen und kehrt völlig verstört nach Hause zurück. Aus Angst verrät er seinen Eltern und der Polizei nicht, dass er der einzige Zeuge des Verbrechens im Nachbarhaus ist. Und so kommt viel zu spät ans Licht, dass der Killer es wahrscheinlich gar nicht auf Adams Familie abgesehen hatte ...  

Meine Meinung

Da ich bereits zwei Thriller von Linwood Barclay gelesen habe und ich sie beide sehr spannend fand, hatte ich relativ hohe Erwartungen an "Dem Tode nah". Mir hat auch dieser Thriller ganz gut gefallen, konnte aber nicht mit "Ohne ein Wort" oder "In Todesangst" mithalten.

Der 17-jährige Derek versteckt sich im Haus seines besten Freundes, da dieser mit seiner Familie in den Urlaub fährt und Derek das Haus als Liebesnest mit seiner Freundin nutzen will. Kurz darauf kehrt die Familie jedoch spontan zurück und Derek wird Zeuge davon, wie die Familie seines besten Freundes erschossen wird. Er kann jedoch niemandem davon erzählen, da ja sonst rauskommen würde, dass er sich im Haus versteckt hat.

Die Idee der Geschichte hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen. Leider hat sich das Buch an einigen Stellen sehr gezogen. Es hat über 500 Seiten, in meinen Augen hätten wahrscheinlich auch 350-400 Seiten ausgereicht, dann wäre auch mehr Spannung aufgekommen.

Im Klappentext wird bereits erwähnt, dass dunkle Geheimnisse einer bestimmten Person aufgedeckt werden. Das finde ich ziemlich ungünstig, da man das dann die ganze Zeit im Hinterkopf hat und weiß, dass derjenige Dreck am stecken hat. Aus diesem Grund habe ich oben auch eine andere Inhaltsangabe gewählt.

Den Anfang der Geschichte fand ich ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen, der Mittelteil hat mir größtenteils ziemlich gut gefallen, hat sich jedoch oft gezogen, das Ende hingegen war mir ein bisschen zu holprig. Dafür, dass sich der Mittelteil so lang zieht, ist mir das Ende ein bisschen zu kurz gekommen.

Die Spannung hält der Autor größtenteils aufrecht und und führt einen ständig auf die falsche Fährte. Ich wusste fast bis zum Ende hin nicht, wer hinter den Morden steckt, und die Art und Weise, wie am Ende alles aufgedeckt wird, hat mir sehr gut gefallen.

Den Schreibstil des Autors muss ich wirklich loben. Ich habe das Buch, trotz der vielen Seiten, an einem Tag durchgelesen, da es sich wirklich flüssig und spannend liest.

Was ich vielleicht auch erwähnen sollte: Der Thriller kommt (abgesehen von den Morden am Anfang) gut ohne großes Blutvergießen aus, so dass auch die eher Zartbesaiteten unter euch zu diesem Buch greifen können.

Insgesamt hat mir dieser Thriller von Linwood Barclay ganz gut gefallen, es war für mich allerdings der bisher schwächste Thriller von ihm. Die Handlung ist spannend, aber für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen worden. Dennoch würde ich jedem Thrillerfan sowohl dieses als auch jedes andere Buch von Linwood Barclay empfehlen.

Bewertung

3,5/5 Punkten

Challenges
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Challenge der Gegenteile: Einen Thriller
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