Samstag, 17. Januar 2015

[Rezension] Die Überlebenden

Titel: Die Überlebenden
Originaltitel: The Darkest Minds
Reihe: Band 1
Autor: Alexandra Bracken
Verlag: Goldmann
Einband: Taschenbuch
Preis: 12,99€ (D)
Seitenanzahl: 544



Inhalt

Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ...

Meine Meinung

Meine Erwartungen an dieses Buch waren sehr hoch, da ich bisher nur positives darüber gehört habe und ich mir vom Klappentext her eine sehr spannende Dystopie vorgestellt habe. Leider hat mich "Die Überlebenden" sehr enttäuscht.

Der Einstieg in die Handlung fiel mir sehr schwer. Man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen und weiß gar nicht so genau, worum es überhaupt geht. Auch nach dem Lesen habe ich immer noch nicht so recht verstanden, was die verschiedenen Kinder genau für Fähigkeiten besitzen.

Ich habe die Logik hinter der ganzen Geschichte nicht verstanden. Wieso werden die wenigen überlebenden Kinder gefangen genommen und weggesperrt, obwohl die Erwachsenen doch gar nicht genau wissen, wie die Fähigkeiten der Kinder funktionieren oder ob sie ihnen sogar nützlich sein könnten? Die Handlung war für mich ziemlich unrealistisch. In der Wirklichkeit würde das sicher komplett anders ablaufen.

Die Handlung zieht sich sehr in die Länge und irgendwann war für mich jede einzelne Seite eine Qual. Man hätte das Buch auch locker um die Hälfte kürzen können. Die Autorin verliert sich in unwichtigen Details und die Handlung kommt dadurch einfach nicht vorwärts.

Mit der Protagonistin Ruby kam ich leider überhaupt nicht klar. Sie war mir nicht sympatisch und vor allem ihre Naivität ging mir gehörig auf die Nerven. Allerdings war mir Liam sehr sympatisch und auch Zu mochte ich sehr. 

Auch gegen Ende kam für mich kaum Spannung auf und ich war letztendlich froh, als ich die letzte Seite erreicht hatte und das Buch endlich weglegen konnte. Das Ende ist sehr offen, dennoch habe ich kein großes Verlangen danach, zu erfahren, wie es weitergeht, weswegen ich den zweiten Band wohl eher nicht lesen werde.

Insgesamt hat mich diese Dystopie sehr enttäuscht. Die Geschichte enthält so viel Potenzial, das die Autorin meiner Meinung nach leider nicht geschöpft hat. Einige Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen und haben mir somit das lesen etwas leichter gemacht. Wenn das Buch etwas kürzer wäre und die Autorin nicht alles so detailreich beschrieben hätte, hätte es ein wirklich toller Roman werden können. So kann ich allerdings nur 2 Punkte vergeben. Ich möchte euch jetzt allerdings nicht von dem Buch abraten, denn die ganzen positiven Rezensionen, die es zu dem Buch gibt, müssen ja einen Grund haben, deswegen solltet ihr euch das Buch ruhig mal näher anschauen und vielleicht erstmal eine Leseprobe lesen, bevor ich euch entscheidet, es komplett zu lesen.

Bewertung

2/5 Punkten

Challenges
Challenge der Gegenteile: Ein dickes Buch (über 500 Seiten)

0 Kommentare

Kommentar veröffentlichen