Mittwoch, 1. Oktober 2014

[Rezension] Hörst du den Tod?

Bildquelle: lovelybooks
Titel: Hörst du den Tod?
Originaltitel: Hörst du den Tod?
Autor: Andreas Götz
Verlag: Oetinger
Einband: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,99€ (D)
Seitenanzahl: 336






Inhalt

Wie klingt ein letzter Atemzug? Ein Wettlauf gegen die Zeit. Linus stürzt vom Himmel in die tiefste Hölle: Eben noch hat er das Glück mit seiner großen Liebe Lucy genossen, da wird seine Mutter entführt! Doch als statt einer Lösegeldforderung mysteriöse Audiodateien eintreffen, wird Linus schnell klar, dass der Entführer ihn herausfordert. Denn Linus besitzt das perfekte Gehör. So wird er immer tiefer in ein perfides Spiel gezwungen, in dem es am Ende nicht nur um das Leben seiner Mutter geht, sondern auch um das von Lucy.

Meine Meinung

Als Linus' Mutter entführt wird, bringt für ihn eine Welt zusammen. Aber statt einer Lösegeldforderung erhalten er und sein Vater immer wieder Audioaufnahmen, die selbst für Linus, der ein perfektes Gehör hat, eine Herausforderung dar.

Das Buch ist eine besondere Mischung aus Krimi und Thriller. Zwar wird in Krimis normalerweise die Handlung aus der Sicht des Ermittlers erzählt, aber da Linus und sein Vater eng mit der Polizei zusammen arbeiten, ist man immer über die neuesten Fortschritte der Ermittlungen informiert. Gleichzeitig hat das Buch die Spannung eines Thrillers, wenngleich es an manchen Stellen auch ein bisschen ruhiger zugeht. Das schadet der Handlung aber ganz und gar nicht.

Dieses Buch lebt nicht nur von der Spannung, sondern vor allem auch von den Charakteren, die sehr gut und tiefgründig beschrieben werden. Die Geschichte wird abwechselnd von Linus und Lucy erzählt. Vor allem Linus war mir sehr sympatisch. Mit Lucy hatte ich so meine Probleme, aber teilweise konnte ich sie schon verstehen. Sie befindet sich in einem Konflikt mit sich selbst und weiß nicht, ob sie zu Linus, ihrer großen Liebe halten soll oder doch eher zu ihren kriminellen Brüdern, die eventuell etwas mit der Entführung von Linus' Mutter zu tun haben könnten. Auch die Nebencharaktere wie z.B. Linus' Vater oder Frank sind sehr gut ausgeprägte Charaktere und man kann sich von allen eine klare Vorstellung machen.

Die Kapitel sind sehr kurz und der Schreibstil ist eher jugendlich und auch sehr flüssig, was dem Leser ermöglicht, das Buch schnell durchzulesen.

Ich wusste fast bis zum Ende hin nicht, wer der Entführer der von Linus' Mutter ist. Ich habe natürlich immer wieder Vermutungen angestellt, die sich am Ende aber alle als falsch erwiesen haben und ich war geschockt, als der echte Entführer entlarvt wurde. Ein unvermutetes Ende ist natürlich ein Muss für jeden Thriller und das hat der Autor definitiv erreicht.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, besonders die Tiefgründigkeit der Charaktere hat mich sehr beeindruckt. Die Handlung war zwar an manchen Stellen etwas schleppend und hätte ein bisschen mehr Nervenkitzel vertragen können, aber ansonsten habe ich an dem Buch nichts auszusetzen und kann es euch guten Gewissens empfehlen!

Bewertung

4/5 Punkten


Vielen Dank an den Oetinger Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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