Sonntag, 7. September 2014

[Rezension] Niemand liebt November

Titel: Niemand liebt November
Originaltitel: Niemand liebt November
Autor: Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Einband: Gebundene Ausgabe
Preis: 17,99€ (D)
Seitenanzahl: 432




Inhalt

Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod. Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft. 

Meine Meinung

Was mich bei diesem Buch direkt angesprochen hat, ist das Cover. Ich finde es wirklich wunderschön und es spiegelt perfekt die eher düstere Atmosphäre im Buch wieder.

Ich muss sagen, dass mich die Geschichte mit zwiegespaltenen Gefühlen zurückgelassen hat. Ich hatte recht große Erwartungen an das Buch, die leider nur teilweise erfüllt werden konnten.

Zunächst sollte ich vielleicht mal sagen, dass ich das Buch nicht in das Genre "Jugendbücher" einordnen würde, dafür ist es an manchen Stellen sehr brutal und die Geschichte ist auch wirklich schwer zu durchschauen, es ist auf jeden Fall keine leichte Lektüre.

Die Geschichte dreht sich um November (oder Amber), die auf der Suche nach ihren Eltern ist, die verschwunden sind, als sie noch sehr klein war. Doch kurz darauf erhält sie Drohbriefe, in denen ihr gedroht wird, dass ihr etwas passieren wird, wenn sie weiterhin nach ihren Eltern sucht.

Die Handlung ist ziemlich verwirrend und nicht leicht durchschaubar. Man weiß oft nicht, was Realität und was nur Einbildung ist, was mir an sich aber größtenteils gut gefallen hat, da man so mitdenken muss. Leider hat sich die Handlung aber oft ziemlich in die Länge gezogen und man kam nicht wirklich weiter.

Mit Amber als Protagonistin bin ich leider überhaupt nicht klar gekommen. Sie erschafft sich ihre eigene Fantasiewelt und verhält sich teilweise wie ein kleines Kind. Als sie immer wieder Drohbriefe erhält, scheint sie sich so gar nicht dafür zu interessieren, und auch sonst ist sie ziemlich naiv und verhält sich nicht ihrem Alter entsprechend. Und von Verhütung hat sie wohl auch noch nie was gehört. Leider konnte ich mich deswegen überhaupt nicht mit ihr identifizieren und viele ihrer Handlungen auch überhaupt nicht nachvollziehen. Aber vielleicht wird man so, wenn man ohne Eltern aufwächst und von einem Heim ins nächste abgeschoben wird, das kann ich ja schwer einschätzen.

Gegen Ende konnte mich das Buch jedoch ziemlich mitreißen, obwohl ich mit dem Ende insgesamt nicht wirklich zufrieden war. 

Insgesamt muss ich sagen, dass es mir ziemlich schwer gefallen ist, das Buch richtig einzuschätzen. Einerseits fand ich die Idee, Wirklichkeit und Fantasie miteinander verschmilzen zu lassen, ziemlich gut, alles in allem hat sich die Handlung aber sehr gezogen und die unsympatische Protagonistin hat mir das lesen nicht gerade erleichtert.

Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch dennoch empfehlen würde. Man sollte allerdings wissen, auf was man sich bei diesem Buch einlässt, da es wirklich nicht jedermanns Sache ist, außerdem würde ich es nicht für Leser unter 16 Jahren empfehlen, da einige Szenen schon ziemlich heftig sind. Alles in allem aber ein recht gelungenes Buch mit einer ernsten Thematik.

Bewertung

3/5 Punkten


Vielen Dank an den Oetinger Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Bildquelle: lovelybooks

7 Kommentare

  1. Hallo liebe Jenni,

    Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste und ich bin echt gespannt, wie es mir gefallen wird. Ich habe jetzt schon so viele verschiedene Meinungen gelesen, dass es mich jetzt immer neugieriger macht...

    Liebste Grüße

    Sonja

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    1. Ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird! ♥

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  2. Hey, Jenni:)
    Ich fand das Buch teilweise auch sehr verwirrend und kam manchmal auch nicht richtig mit. Aber irgendwie hatte es einen gewissen Suchtfaktor, dem ich mich nicht entziehen konnte. Einige Szenen sind schon heftig, da stimme ich dir zu.Ich denke auch einfach, dass die Autorin sehr speziell schreibt und somit nicht jeder die Art mag. Man muss sich wirklich darauf einlassen:)
    Tolle Rezi!

    GLG und einen schönen Sonntag,
    Claudia

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    1. Ja, das Buch ist schon ziemlich speziell und mit Sicherheit nicht für jeden was.

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  3. Ich weiß nicht so richtig, wie ich es bewerten soll... Aber du hast es gut beschrieben!

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  4. Vielen Dank für deine Meinung :-) Sehr gut wiedergegeben
    Liebe Grüße Hanne

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