Donnerstag, 7. August 2014

[Rezension] Die Bücherdiebin

Titel: Die Bücherdiebin
Originaltitel: The Book Thief
Autor: Markus Zusak
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,95€ (D)
Seitenanzahl: 588




Inhalt

Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Meine Meinung

Nach so vielen positiven Rezensionen, die das Buch in den Himmel loben, habe ich mich sehr auf die Geschichte gefreut und dachte "Das Buch muss ja wirklich fantastisch sein". Aber leider war das Buch für mich eine reinste Enttäuschung und Quälerei.

Die Handlung plätschert nur so vor sich hin und es gibt keinen wirklichen roten Faden. Ich habe mich immer wieder gefragt, wo die Geschichte letztendlich hinführen soll, da kaum etwas passierte. An Spannung war somit gar nicht zu denken.

Die Geschichte wird aus der Perspektive des Todes erzählt, wodurch ich die Erzählweise irgendwie ziemlich emotionslos fand.

Ich konnte mich weder in die Charaktere hineinversetzen, noch konnte mich die Handlung mitreißen. Ich habe mich wirklich durchgequält und mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen. Ein paar hundert Seiten weniger hätten dem Buch ganz gut getan, da ohnehin nicht viel passiert und ich nicht verstehe, warum der Autor alles so ewig lang ausschmücken musste.

Das Einzige, was mir noch halbwegs gut an der Geschichte gefallen hat, waren die letzten ca. 20 Seiten und die Tatsache, dass es ja auch ein bisschen um die Liebe zum lesen geht. Der Rest war für mich pure Langeweile.

Ich glaube, mir hat das Buch auch nicht gefallen, da mir historisch angehauchte Romane einfach nicht zusagen. Aber ich denke, das wird den meisten Jugendlichen so gehen, weswegen ich das Buch auch eher nicht an Kinder oder Jugendliche empfehlen würde.

Bewertung

1,5/5 Punkten

4 Kommentare

  1. Ich hab mir das Buch in englisch von einer Freundin ausgeliehen. Allerdings liegt es noch ungelesen hier rum *Schäm*.. Aber irgendwie spricht es mich nicht so an :/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mich hat es auch nicht wirklich angesprochen, ich hab es nur gelesen weil es so gehyped wurde :D

      Löschen
  2. Amen.
    Ich war auch echt richtig enttäuscht von dem Buch. Mehr als zwei Wochen hab ich da dran gelesen, weil ich es nicht mag, Bücher abzubrechen. Aber es wurde und wurde einfach nicht besser. Ich meine, es ist ja nicht so als wäre kein Spannungspotenzial da gewesen. Aber wenn immer schon beim ersten Auftritt des Charakters verraten wird, dass er im Laufe des Buches stirbt - tut mir Leid, aber dann kann ich einfach nicht überrascht sein, wenn er dann tatsächlich tot ist. Gerade deshalb hat mir das Ende auch nicht gefallen, weil schon lange im Voraus klar war, worauf das hinaus laufen würde...
    Liebe Grüße,
    Jenny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe für das Buch auch ewig gebraucht und hätte es am liebsten abgebrochen, was ich bei Büchern aber eigentlich nie mache.
      Ja das fand ich auch richtig blöd, dass direkt schon das Ende verraten wurde. Ich verstehe nicht, wieso das Buch so viele positive Rezensionen bekommen hat, aber Büchergeschmäcker sind ja verschieden :)

      Löschen