Mittwoch, 11. Juni 2014

Zitate aus "Solange am Himmel Sterne stehen"

Vor kurzem habe ich das Buch "Solange am Himmel Sterne stehen" von Kristin Harmel gelesen und fand es wirklich schön. Eine Rezension zu dem Buch wird es auf jeden Fall noch geben.

Ich habe in diesem Roman viele tolle Zitate gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte und deswegen einen extra Post deswegen erstellt habe :)


"Es war Liebe auf den ersten Blick, wie ich sie weder davor noch danach je wieder gesehen habe", fährt Alain fort. "Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Aber es war vom ersten Augenblick an, als hätten sie die andere Hälfte ihrer Seelen gefunden."


"Danke", murmele ich.
"Ich habe dir zu danken", sagt Alain. Er drückt meine Hände und küsst mich auf beide Wangen. "Du hast mir meine Familie wiedergegeben."


"Wenn ich während der Zeit, die die junge Rose bei uns verbracht hat, eins gelernt habe, dann, dass wir alle zu demselben Gott sprechen. Es ist nicht die Religion, die die Menschheit trennt. Es ist das Gute und das Böse hier auf der Erde, das uns trennt."


"Komm her, Nabi", sagte sie zu dem Jungen, "Bete mit mir."
Er kniete sich neben sie, während sie ihre Gebete zu Ende sprach, und dann saßen sie zusammen schweigend da.
"Rose?", fragte er nach einer langen Weile. "Glaubst du, dass Gott Arabisch oder Hebräisch spricht? Kann er deine Gebete hören oder meine?"
Rose dachte einen Augenblick darüber nach, und sie begriff, dass sie die Antwort nicht wusste; sie hatte in letzter Zeit zu zweifeln begonnen, ob Gott sie überhaupt hörte, egal, welche Sprache sie sprach. Denn wenn er sie hörte, wie konnte er dann zulassen, dass ihre Familie und Jacob aus ihrem Leben gerissen wurden? "Ich weiß es nicht", sagte sie schließlich. "Was meinst du, Nabi?"
Der Junge dachte lange darüber nach, bevor er erwiderte: "Ich glaube, Gott kann alle Sprachen sprechen", sagte er mit Überzeugung in der Stimme. "Ich glaube, er hört uns alle."
"Glaubst denn du, wir beten alle zu demselben Gott?", fragte Rose nach einer Weile.
Nabi schien auch über diese Frage sehr ernsthaft nachzudenken. "Ja", sagte er schließlich zu Rose. "Ja. Es gibt nur den einen Gott. Er wohnt im Himmel, und er kann uns alle hören. Es ist nur so, dass wir hier auf der Erde verwirrt davon sind, wie wir an ihn glauben sollen. Aber was macht das schon, solange wir glauben, dass es ihn gibt?"
Rose lächelte. "Ich denke, da könntest du Recht haben, Nabi", sagte sie.


"Ich meine, dass wir überall von Liebe umgeben sind", sagt Alain. "Aber je älter wir werden, desto verwirrender wird es. Je öfter wir verletzt wurden, desto schwieriger wird es, die Liebe genau vor unseren Augen zu sehen oder die Liebe in unser Herz zu lassen und wirklich an sie zu glauben. Und wenn du die Liebe nicht in dein Herz lassen oder dich nicht dazu durchringen kannst, an sie zu glauben, dann kannst du sie auch nie wirklich fühlen."

        
Wir stehen lange Zeit so da, ohne zu sprechen, denn Worte wären überflüssig. Ich weiß jetzt, dass der Prinz echt ist. Dass die Menschen, die uns am meisten lieben, uns retten können. Und dass das Schicksal vielleicht mehr für uns alle bereithält, als wir begreifen. Ich weiß jetzt, dass Märchen doch wahr werden können, wenn man nur den Mut hat, nicht aufzuhören, an sie zu glauben.


"Er wird alles gut werden, weißt du", sagt er.
"Ich weiß", sage ich. Und zum ersten Mal glaube ich es wirklich.


In ein paar Stunden werden die ersten Sterne des Abends am Himmel aufgehen, wie sie es immer getan haben, wie sie es immer tun werden. Denn solange am Himmel Sterne stehen, begreife ich jetzt, wird Jacobs Versprechen, Mamie zu lieben, fortleben. Die Sterne, nach denen sie einst Ausschau hielt, werden still über sie und ihre große Liebe wachen, die endlich an ihre Seite zurückgekehrt ist.


Alain schüttelt den Kopf und holt einmal tief Luft. "Jacob war in Auschwitz", sagt er schlicht. "Er hat überlebt, da er so fest daran geglaubt hat, dass Rose irgendwo in Sicherheit war. Er hatte sich geschworen, sie zu finden. Als ich ihn das letzte Mal sah, sagte er zu mir, er könne nicht glauben, dass sie tot sei, denn das hätte er in seiner Seele gefühlt. Es war die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihr, die ihn auf dieser Hölle auf Erden am Leben erhalten hat."

6 Kommentare

  1. Ich habe das Buch noch nie gesehen. Aber anhand der Zitate bin ich neugierig geworden. Worum geht es da? :)

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    1. Es geht um eine Frau, deren Großmutter Alzheimer hat und ihre Großmutter bittet sie, nach Paris zu fahren und herauszufinden, was mit ihrer Familie im 2. Weltkrieg passiert ist. Tolles Buch :)

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    2. Das klingt gut. :D
      Das Buch behalte ich im Auge. :)

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    3. Ist auf jeden Fall empfehlenswert :)

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