Dienstag, 22. April 2014

Rezension "Für jede Lösung ein Problem"

Titel: Für jede Lösung ein Problem
Originaltitel: Für jede Lösung ein Problem
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Bastei Lübbe
Einband: Taschenbuch
Preis: 8,99 € (D)
Seitenanzahl: 304







Inhalt

Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!

Meine Meinung

Ich bin von diesem Buch ziemlich enttäuscht. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich "Gute Idee. Misslungener Selbstmordversuch und schon alle Abschiedsbriefe versendet. Wird bestimmt lustig". Leider war nach der ersten Hälfte des Buches immer noch nichts von dem Selbstmordversuch in Sicht. Auf den ersten 150 Seiten recherchiert Gerri im Internet, wie sie sich am besten umbringen kann und man bekommt immer wieder zu hören "Aha, ich bin also neurotisch depressiv. Ist ja cool". Den Selbstmord habe ich Gerri keine Sekunde lang abgekauft, weil einfach so lächerlich mit diesem Thema umgegangen wird. Das finde ich von der Autorin ziemlich geschmacklos. Allgemein fand ich Gerri ziemlich unsympatisch, da sich sich eher wie ein Teenager als wie eine erwachsene Frau verhält. Desweiteren finde ich, dass es in dem Buch einfach viel zu viele Charaktere gibt. Man weiß nie, wer denn jetzt mit wem ist, welche Kinder zu wem gehören, wer zu Gerri hält und so weiter und so fort. Die Autorin wirft mit so vielen Namen um sich, dass man am Ende total verwirrt ist. Auch die Spannung bleibt hier ziemlich auf der Strecke. Die Abschiedsbriefe, also die eigentlichen "Highlights" des Buches, werden immer mal wieder zwischendurch verschickt, oft komplett aus dem Zusammenhang gerissen. Außerdem etwas zum Cover: Ich habe keine Ahnung, was das Cover mit der Geschichte zu tun hat, ebenso wenig wie der Titel "Für jede Lösung ein Problem". Das einzige, was mir an dem Buch ein bisschen gefallen hat, war der lustige Schreibstil, wo ich ein paar mal schmunzeln musste. Aber alles in allem ein ziemlich schlechtes Buch, was ich euch nicht empfehlen würde.

Bewertung

1,5/5 Punkten

1 Kommentar

  1. Ich fand die Grundidee mit den Briefen eigentlich sehr witzig, allerdings ist es natürlich schon ein bisschen auf der Grenze des guten Geschmacks, dass Thema Selbstmord so locker-flockig zu nehmen. Insgesamt hätte ich das Buch besser bewertet als du, aber ich kann deine Kritikpunkte gut verstehen. Es gibt bessere Bücher von Kerstin Gier. :-) Durch den #blokode14 hier gelandet.

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